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Vitali Geyer als neuen Stern am Kunsthimmel zu bezeichnen, mutet wie ein fataler Irrtum an. Es scheint, als wäre er schon immer da gewesen, man hat ihn nur noch nie gesehen. Und diese Umschreibung sollte man wörtlich nehmen! Es ist ganz schlicht und einfach seine erste Ausstellung!
Dabei hätte er trotz seiner 28 Jahre bereits viele Events bestreiten können. Doch er wiegelt ab und meint „Es ist gar nicht so leicht eine Galerie zu finden, die nicht jedem Trend hinterher rennt, sondern den Mut hat, eigene Trends setzen zu wollen. Die nicht für die Gegenwart, sondern für die Zukunft arbeitet. Besonders nach meiner Flucht aus dem von bürgerkriegsähnlichen Zuständen zerrütteten Moldawien war mir die Kunst immer eine Heimat, also möchte ich mich – gerade bei meiner ersten Ausstellung – besonders aufgehoben und zu Hause fühlen.“
Geyers Monumentalwerke leben durch eine Leichtigkeit und Präsenz, dass sich vermeintliche Kunstfürsten schämen sollten. Diese wirken dagegen wie hoffnungslose Diletanten, die es nie und nimmer zulassen würden, Geyer in ihren Studiengang aufzunehmen. Geyer stellt jeden Meister technisch und inhaltlich an den Pranger! Dabei nimmt er für sich nicht in Anspruch, fertig zu sein oder jemals fertig zu werden. Er definiert sich als Suchender!
Die Thematik seiner Bilder ist vielfältig und voller Widersprüche, eine präzise Reflexion der Massenverwirrung durch den ungebremsten Bilderfluss unserer Tage. In Zeiten der globalen Kommunikationsexplosion sucht er nach Klarheit und dem Sinn von all dem, was uns umgibt. Bescheidenheit in seinen Bildern sucht man vergebens, er scheut sich nicht vor unbequemer Thematik. Religion, Glaube, Sünde und die Schuld werden genauso hinterfragt wie die größten wissenschaftlichen „Wahrheiten und Feststellungen“ heutiger Tage.
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