| Melanie Laetitia Mantis |
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Die Künstlerin selbst ist sich sehr wohl der Tatsache bewusst dass sie oft Bilder entwirft, „die man doch so „nicht zeigen sollte"." Und sie erzählt weiter: „Ein Freund sagte einmal ueber meine Arbeiten „Du entwirfst Bilder, die nicht existieren duerften".
Und in der Tat erscheinen viele ihre Bilder gewöhnungsbedürftig. Das Auge erfasst was das Hirn nicht imstande ist zu greifen und so entsteht eine Form der Unruhe und Verständnislosigkeit welche wiederum Interesse weckt. „Im Bereich Kunst arbeite ich da auch gerne auf der Ebene des Unbewussten. Durch die Verfremdung eingebauter Komponenten in meine Bilder ist es dem Betrachter nicht immer ersichtlich, auf was er eigentlich draufschaut, waehrend er das Bild betrachtet." So blickt der Betrachter auf perfide Gestalten, oft roh und brutal, die hineinprojiziert werden in ein blutig-rotes Szenario. Dazu Laetitia: „In meinen Arbeiten wirst du haeufig eine Kombination aus kuenstlich geschaffenen und natuerlichen Elementen finden." Und so schuf sie mit ihrer Form des Kultur-Terrors ein eigenes Genre.
„Meine Arbeiten werden von alter und neuer Kultur gespeist, die ich -metaphorisch formuliert- verdaue und wieder ausspucke. Das Ergebnis ist oft Unbehagen beim Betrachter, bewusstes oder unbewusstes. Waehrend der Betrachter auf seine eigene Kultur schaut, so sieht er jedoch auch Anderes, haeufig nicht immer Willkommenes. Aufgrund dieser Reaktionen habe ich vor einigen Jahren angefangen, meine Arbeiten als Kultur-Terror zu klassifizieren." In Bezug auf den Untertitel zur Ausstellung sagt sie: „Der zugehoerige Untertitel „Kunst – Photographie – Ritual" erklaert sich uebrigens mit meiner Sichtweise, Kunst und Photographie mit Magie gleichzusetzen. Kunst ist in diesem Fall „hoehere Magie" fuer mich, waehrend Photographie eher „niedere Magie" darstellt.
Seit 2005 arbeitet „Fra
Laetitias Bilder sprechen nicht immer für sich und genau jene Unwissenheit ist es auch die beim Betrachter dieses flaue Gefühl im Magen hervorruft. Die morbiden, auf Leinwand gebannten Phantasien werden die Gemüter sicherlich spalten und zum diskutieren anregen. Doch um mit Hermann Hesses Worten zu enden: „Wer geboren werden will muss eine Welt zerstören"
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Ihre Arbeiten erscheinen zumeist düster-bedrückend und schwer greifbar. Die zusammengesetzten Alptraum-Kollagen zeigen Ausschnitte die sowohl an Menschliches, als auch an Tierisches erinnern. Und so präsentieren sich diese verzerrten Abbilder in einem unwirklichen Gewand der Illusion. Teils anormal verdrehte Glieder verrenken sich zu neuen Skulpturen. Insekten kriechen, lauern. Weiße Schädel blitzen und tote Augen starren aus den Kollagen hervor.
u Doktor", die einst ihre Doktorwürde in Naturwissen-schaften erlangte ausschließlich als Künstlerin und Vergangenes verlor schnell an Bedeutung. Dennoch wirkt die Zeit des Studiums nach: „Ich habe es waehrend meiner Studienzeiten sehr genossen, viel Zeit in der Natur zu verbringen, weit ab von menschlicher Gesellschaft. Dort habe ich auch gelernt, genau zu beobachten. Diese Beobachtungsgabe hat ganz sicher auch einen Einfluss auf meine heutige Kunst." Und offensichtlich tat ein Kunststudium auch nicht not. Sie begründet dies mit den Worten: „Aber wer unterrichtet Kunst? Genau jene, deren Potential nicht dafuer gereicht hat, selber als Kunstler zu ueberleben. Mehr als nur Technik kann mir so eine Person nicht beibringen, und da ich schon immer autodidaktisches Talent hatte, habe ich mich dafuer entschieden, aus freien Stuecken zu lernen, was mir sinnvoll erscheint – ohne Lehrer.
