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Ingo Schleutermann

„Beim intensiven Betrachten eines Menschen, eines Gegenstandes, bei der Entwicklung einer Idee oder dem Erfühlen des Sujets treten die mannigfaltigsten „oberflächlichen“ Bezüge als ausschlaggebend in Erscheinung. Das heißt, jede Textur, jede Falte, jede Form des Raumes, jede Form dessen, was gezeichnet oder gemalt werden soll, erscheint als wesentlich und bildet einen unverzichtbaren Teil des Ganzen.“

 

Es geht in seinen Bildern nicht darum, den Tenor der Darstellung auf die Begriffe: „flüchtig, skizzenhaft, abstrahiert“ zu legen, sondern die genannte Komplexität zu zeigen, das Ganzheitliche, nicht die romantisch-flüchtige Impression oder sonst irgendeinen Teilaspekt, sondern die nüchtern-sezierende, manchmal auch erschreckende Basis für seine inneren Dialoge und Interpretationen.


Ganzheitlich gesehen geht es darum, Visionen mit den geeigneten, manchmal auch gänzlich unterschiedlichen, stilistischen und gedanklichen Mitteln umzusetzen um sich gestalterisch nicht in ein Korsett zwängen zu müssen, virtuos bleiben zu können. Skizzen gibt es nicht – alles entsteht direkt auf dem Blatt mit der überbordenden Lust an gestalterischem Erzählen. So bildet der assoziative Aspekt zwischen angewandter Technik und erzählerischem Inhalt die Einheit und unverwechselbare Stilistik Schleutermanns.